Beck'sche Reihe, Bd.36, Philosophische Stenogramme
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- Amazon-Verkaufsrang: #1831044 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2002-03
- Einband: Broschiert
- 149 Seiten
Aus der Amazon-Redaktion
Kurzbeschreibung
Man hüte sich, Günther Anders' Philosophische Stenogramme anzublättern. Denn es ist schwer, sich von dem 150 Seiten starken Büchlein zu trennen, bevor man es von A bis Z - genauer gesagt von 'Erst dann' bis 'Kein Theater' - gelesen hat. Man kann nämlich auch süchtig werden nach Gescheitheit. Die Gescheitheit von Günther Anders ist eine Gescheitheit des Durchschauens. Anders begnügt sich nicht damit, dummes Gerede zu glossieren. Er setzt höher an. Er interessiert sich dafür, was an einigen intellektuellen Slogans nicht stimmt. Anders findet ein strenges Vergnügen daran, zu demonstrieren, daß der Weisheit letzter Schluß oft nur ein vorletzter Schluß war. Joachim Kaiser in der "Süddeutschen Zeitung".
Autorenportrait
Günther Anders, 1902 geboren, promovierte 1923 bei Husserl, emigrierte 1933 nach Paris und 1936 nach Amerika. Er ist "der wahrscheinlich schärfste und luzideste Kritiker der technischen Welt" (Jean Amery), sein Hauptwerk ist "Die Antiquiertheit des Menschen".
Kundenrezensionen
Gelegenheitsphilosophie
Der Philosoph, Technikkritiker, Essayist, Literat und politische Aktivist Günther Anders (1902-1992) gehört zu den brillantesten, heute aber leider fast vergessenen, Köpfen der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts. Sein impliziter Einfluss auf Adorno, Sartre, Arendt, McLuhan u.a. ist immens. Bekannt wurde Anders vor allem durch sein zweibändiges Hauptwerk "Die Antiquiertheit des Menschen" und sein Engagement in der Anti-Atom-Bewegung der 1980er-Jahre. Erst allmählich wird er wieder entdeckt (zum Beispiel in den unlängst bei Suhrkamp erschienen "Tagesnotizen", einem Sammelband mit philosophischen Tagebuchnotizen).
Die "Philosophischen Stenogramme" bieten einen kleinen Einblick in die gelegenheitsphilosophische Werkstatt dieses außerordentlichen Querdenkers. Gelegenheitsphilosophie ist kritisches Denken, dass sich an konkreten, alltäglichen Gelegenheiten oder Gegenständen entzündet. Anders philosophiert niemals abgehoben, sondern "bei offener Tür" (S. 5), immer pointiert und punktgenau - über Technik, Konsumterror, Atombomben, Religion und Nippes. Obwohl bereits 1965 veröffentlicht, ist das kleine Büchlein auch heute noch höchst lesenswert.




