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Mensch ohne Welt

Mensch ohne Welt
Von Günther Anders

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  • Amazon-Verkaufsrang: #450662 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 1993-08-23
  • Originalsprache: Deutsch
  • Einband: Taschenbuch
  • 249 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
Günther Anders hat auf die atomare Drohung so früh und so radikal reagieren können, weil er die "Anstrengung des Begriffs" mit der "Anstrengung der Phantasie" verbunden hat, wie sie vor allem Künstlern eigen ist. Daß Anders mit Dichtern und Künstlern in Tuchfühlung gelebt hat und auch selbst als Maler tätig gewesen ist, zeigen die in diesem Band versammelten Texte über Brecht, Broch, Döblin, Grosz und der wegweisende Essay "Kafka, pro und contra" sowie die beigegebenen Zeichnungen von Anders aus dem Paris der zwanziger Jahre.

Autorenportrait
Günther Anders, 1902 geboren, promovierte 1923 bei Husserl, emigrierte 1933 nach Paris und 1936 nach Amerika. Er ist "der wahrscheinlich schärfste und luzideste Kritiker der technischen Welt" (Jean Amery), sein Hauptwerk ist "Die Antiquiertheit des Menschen".


Kundenrezensionen

Vergessene Schätze5
Günther Anders (1902-92) war nicht nur der "wahrscheinlich schärste und luzideste Kritiker der technischen Welt" (Jean Amery), sondern auch ein talentierter Literat (der mehrere Fabeln, Kurzgeschichten, Gedichte und Romane verfasst hat, von denen lange nicht alle auch veröffentlicht sind), zudem Musik- und Kunstkenner. Als vielseitig begabter Autor ist er mit zahlreichen Protagonisten der Kultur seiner Zeit in Berühung gekommen.

"Mensch ohne Welt" versammelt einige der bedeutendsten Schriften Anders' zu Kunst und Literatur, darunter seine umstrittene, eigenwillige und wegweisende Kafka-Interpretation ("Kafka, pro und contra"), Texte über Brecht, Döblin und Grosz sowie allgemeine Ausführungen zu seiner eigenen Methode (am Beispiel des Fotomontagekünstlers John Heartfield) und zu den "Menschen ohne Welt", den Proletariern und - mehr noch - den Arbeitslosen, die laut Anders gezwungen sind, "innerhalb einer Welt zu leben, die nicht die ihrige ist; einer Welt, die [...] nicht für sie da ist" (S. XI).

Anders selbst weist in der Einleitung darauf hin, das das Motiv "Mensch ohne Welt" als Umkehrung seines eigentlichen Hauptthemas, der Welt ohne Menschen, zu verstehen sei (siehe die beiden Bände der "Antiquiertheit des Menschen") und insofern eine Art "Kehre" (Heidegger), eine neue Wendung seiner Philosophie darstelle.
Wie immer bei Anders sind die Texte schon in stilistischer Hinsicht ein (heute selten gewordener) Lesegenuss.